Im Juni stand ein Städttrip auf dem Programm der Bordenauer Wandergruppe. Ziel war Halberstadt.  Die Stadt hat 40.000 Einwohner und präsentierte sich den Wanderern  im samstäglichen Sonnenschein. Die Anreise erfolgte mit dem Zug, vom Bahnhof war es eine  kurze Strecke entlang von Plattenbauten in die Innenstadt. Hier zeigte sich architektonisch ein anderes Bild, Eine Stadtführerin erläuterte auf einem informativen Rundgang die Sehenswürdigkeiten und die besondere Geschichte. Halberstadt wurde vier Wochen vor Kriegsende bei einem Luftangriff zu 80% zerstört. Hunderte alter Fachwerkhäuser gingen in Flammen auf. Was stehengeblieben war, wurde ein Opfer des Sozialismus. Nach der Wende machten sich engagierte Bürger umgehend an den Wiederaufbau – an vielen Stellen der Stadt wurden zerstörte Gebäude wieder hergestellt. Gleich drei Kirchen hat Halberstadt im Zentrum zu bieten, die Martinikirche gehört neben dem Roland (der den Krieg unbeschadet überstand) zu den bekanntesten Wahrzeichen. Aber natürlich darf auch der Dom mit seinem Domschatz nicht unerwähnt bleiben. Aktuell werden hier Skulpturen an der Außenfassade aufwändig restauriert. Überhaupt entstand der Eindruck, dass die Halberstädter sich sehr für ihren Ort einsetzen. Die Bordenauer waren überrascht von der Vielfältigkeit und der durchaus sehenswerten Stadt.