Der Wettkampf an sich“

(verfasst von Andreas Theuer)

Es war mein erster „Rolling Start“ zum Schwimmen. Nachteil war, daß es lange dauerte bis es wirklich los ging. Klarer Vorteil war, daß es ruhiger war, was es mir um in den Rhytmus zu kommen deutlich erleichterte. -Sehr angenehm !- Alle 4 Sec startetn 4 Teilnehmer. Es war ein Landstart. Kurz in´s Wasser laufen und …..grrr…drei/vier Brustzüge und dann klappte es – und es klappte für meine Verhältnisse gut – ich bin an sehr vielen vorbei geschwommen. Keine wirklich schnelle Zeit, mit 0:37:44 für die 1,9km konnte ich diesmal recht gut Leben. Und vor allem fühlte es sich – fast schon entspannt an und ich kam nicht so „gestresst“ aus dem Wasser. Meinen Bike Bag – Wechselbeutel habe ich problemlos gefunden. Auch wenn er nicht mehr aufgehangen war. Er lag wenigstens direkt dadrunter. Andere hatten nicht so ein Glück. Es hatte wohl jemand den falschen Beutel gegriffen und irgendwo liegen gelassen. –SCHWEINERREI- und völlig unsportlich!!! Der erste Wechsel hat lange gedauert – 4:02 Min – der Neo mal wieder…

Ja Ja … das Kraichgau … Land der 1000 Hügel, ich weiss nicht wer sie gezählt hat, kommt aber gut hin. Ein abwechselungsreicher und anstrengender Radkurs. Die ersten km liefen super, immer knapp 40km/h und ..und …sag mal wer bremst den hier???? Unauffällig schlichen sich die ersten „Erhebungen“ ein. Der Kurs hat alles: Steile Abschnitte bis 14%, schnelle Abfahrten -Top Speed hatte ich von 73,8Km/h. Da wird manch eine Landstrassenkurve schon sportlich! Besonders toll fand ich den Zuspruch vom Strassenrand : „AUF GEHTS“ ….ach was du nicht sagst ….12% Steigung , kleinster Gang …gut, daß du es sagst …ich hätte es nicht bemerkt … Wie gesagt, der Kurs hatte alles ….außer Zuschauer ! Es waren einige Hot Spot´s angesagt . Die tausende von Zuschauern bildeten wie bei der Tour de France eine enge Gasse – also entweder sind wir ALLE falsch gefahren oder die Zuschauer haben sich an der falschen Steigung versammelt. Wie auch immer, durch das tolle Wetter konnte sich die Landschaft in vollen Zügen präsentieren. Was für mich zu schnell oder besser: unerwartet kam war die zweite Wechselzone. Eigentlich steige ich ja vorher aus den Radschuhen und fahre die letzten Meter mit den Füßen auf den Schuhen. Das Ende der Radstrecke kam so überraschend das ich dazu keine Zeit mehr hatte und so musste ich mit Schuhen in der Wechselzone Laufen … voll blöd. Der zweite Wechsel war auch nicht unbedingt eine „zeitliche Glanztat“ : 3:49 Min war nicht toll und das lag nicht an langen Wegen. Das Laufen, auch nicht flach, 260 HM sind nicht die Alpen oder der Deister, aber es hat mir für den Tag gereicht. Und bei nur 190km Trainings Km war auch nicht viel mit „Grundlagen“ und erst recht nicht von „Tempohärte“ zu sprechen. Die ersten 3km bin ich noch mit 4:32min/km gelaufen. Da ging es auch eher bergab oder zumindest kaum hoch. Das sollte sich im „Hinteren Bereich“ der Laufstrecke ändern. Hatte ich schon erwähnt, daß es sehr warm gewesen ist? Also – es war echt warm. Viele der Anwohner haben ihre Wasserrechnung den Tag in die Höhe getrieben. Es gab einige Gartensprenger an Leitern oder Kinder, die ihren Spaß hatten die Läufer nass zu spritzen und Kinder die die Schwämme überall aufsammelten, um sie wieder gut gekühlt zu verteilen. Gefüllte Kübel, Eimer in den ich mir immer die Kappe nass machte. Auch die offiziellen Versorgungstellen boten alles und vor allem ausreichend, es mangelte auch nie an Kühlen Schwämmen. Einen links, einen rechts unter das Top und einen unter die Kappe. Es hieß: Kühlen so gut es geht. Es mußten drei Runden gelaufen werde und diese wurden über Zeitmessmatten und Armbändern gezählt. Soweit nichts besonderes, hier ist es so, daß es drei Tore gibt für die einzelnen Runden in denen man sein Rundenband bekommt, jede Runde hatte auch „seine Farbe“. Dadurch gab es auch kein Gedrängel bei der Bändern. Ein Teil der Laufstrecke war sehr ruhig mit Felder und Wiesen. Es war als „Energy Lab“ von Ironman ausgeschildert mit vielen motivierenden Schildern: „if you won´t to cry, do it now“ z.B. Nett war auch das Schild „du hast es dir selbst ausgesucht“. Es war sehr anstrengend und tat weh, mal mehr mal weniger, aber es gab kaum einen Abschnitt, der mir leicht gefallen ist. Es gab zwei Momente die mich zumindest gedanklich aus dem Laufen genommen haben, der eine war auf der zweiten Runde, ich war müde und hatte schwere Beine, es war bestimmt kein schönes Laufbild mehr. Da sah ich am Himmel zwei Segelflieger – größere Modelle, die in der Thermik ihre Kreise zogen. Die konnte ich eine Zeit lang beobachten und das hat mir im Wortsinn über den Berg geholfen. Die Verpflegungsstellen waren gut organisiert und es mangelte zu keiner Zeit an etwas. An einer war mir auf den drei Runden besonders aufgefallen, wie sie „zumüllte“ mit Schwämmen und Bechern – auf dem Rückweg der letzten Runde sah es da aus, daß kaum noch Strasse zu sehen war. Helfer mit Schneeschaufeln versuchen zumindest einen Laufstreifen frei zu halten! Der letzte Km lief dann gefühlt wieder zügig und den Zieleinlauf konnte ich genießen. Das war schön!

Zielverpflegung / Wechselbeutel und Rad abholen war soweit wie immer, bis auf die Räder , die wurden einem ja von Helfern am Ende der Radstrecke einem abgenommen und nach Einlaufzeit sortiert in der Wechselzone sortiert. Einige hatten viel Spaß bei der Suche nach ihrem Rad, andere haben am Checkout Eingang die Helfer gefragt. Die waren zu viert, jeder mit eigenem Laptop und konnten so nach der Einlaufzeit sehen und einem sagen in welcher Reihe das jeweilige Rad steht. Das hat IRONMAN schon gut geregelt.

Was bleibt? Die Erinnerung an ein sehr schönes Wochenende, an einen schönen Wettkampf, ein Ergebnis mit dem ich gut leben kann. Eine Top organisierte Veranstaltung. Ein kleiner Zielbereich, wenig Zuschauer (bis auf den Bereich auf der Laufstrecke und im Bereich rund um das Ziel).

Wer so ein mega Event wie die Challenge in Roth erwartet, weil es in den Videos so aussieht, wird enttäuscht sein! Dennoch ist es ein super Triathlon, toller See, klasse Rad- und Laufstrecke.

Ach so ….. Platz 38 von 233 in der Altersklasse und Platz 469 von 2070 Gesamt. In 5:10:09