Eine der interessantesten Lauf-Events des Jahres im Norden ist mit Sicherheit der Hamburg Halbmarathon, der dieses Jahr am 30.06. in der Hansestadt ausgetragen wurde.

Dieses Jahr vertrat unser Lauftreff-Mitglied Alexandra Harder den TSV Bordenau und lief bei über 35°C ihren insgesamt dritten Halbmarathon in der Hamburger City.

Bei den tropischen Verhältnissen war für unsere Athletin das Hauptziel, überhaupt ins Ziel zu kommen und bei optimalem Verlauf vielleicht unter 3 Stunden zu laufen.

Für höhere Ziele wie eine neue persönliche Bestzeit war es aber bereits am frühen Vormittag zu heiß.

Die Vorab-Organisation der Veranstaltung lief immerhin sehr gut ab. Am trotz zahlreicher Straßensperren innerhalb der City (neben dem Halbmarathon liefen an diesem Wochenende auch die Harley Days für Motorrad-Freunde) konnte man am Vortag das Messegelände mit dem PKW sehr zielstrebig anfahren und nahe an der Ausgabestelle der Startunterlagen einen Parkplatz finden.

Am Renntag jedoch verließ die Veranstalter das Organisationsgeschick. Die alle 2,5 km eingerichteten Verpflegungsstationen hatten für die etwa 11.000 gemeldeten Teilnehmer viel zu wenig Wasser, so dass viele Breitensportler schlicht kein Wasser an vielen der Verpflegungsstellen (insbesondere auf der ersten Hälfte der Strecke) erhalten konnten.

Auch Alexandra war davon betroffen, hatte jedoch ihren Ehemann an der Strecke, der sie an verschiedenen Punkten mit dem bei der Hitze so wichtigen Wasser versorgen konnte.

Berühmt ist der Hamburg Halbmarathon auch für das enthusiastische Publikum, welches die Läufer über weite Teile der Strecke mit lautstarkem Jubel bis ins Ziel tragen soll.

An einigen Stellen waren auch tatsächlich Highlights eingerichtet, welche den Läuferinnen und Läufern nochmal zusätzliche Energie in die Beine zauberten und der Veranstaltung den erhofften Event-Charakter verliehen. Das großspurig in den Werbeflyern angekündigte Ziel, auf jedem Kilometer eine besondere Attraktion bereit zu halten, haben die Veranstalter jedoch in diesem Jahr nicht geschafft.

Während Hitze und das fehlende Wasser über Hundert Teilnehmende zur Aufgabe zwang, biss Alexandra sich durch und lief langsam, aber zielstrebig die Strecke ab. Zwei Blasen an den Fußsohlen bremsten sie zwar, aber stoppten sie nicht. Nach 3:16Stunden erreichte unsere Läuferin die Ziellinie und konnte die Medaille, die die Form einer Lunge und die Strecke durch die Hamburger Altstadt eingraviert hatte, in Empfang nehmen.

Glücklich über das Erreichte, doch nicht ganz zufrieden über die Organisation am Veranstaltungstag ging es für Alexandra am Spätnachmittag zurück in die Region Hannover. Der Hamburg Halbmarathon war definitiv eine Reise wert. Eine Wiederholung aber eher nicht.

Die relativ ebene, schnelle Strecke ist eher für wirklich schnelle LäuferInnen mit höheren Ambitionen ausgerichtet. Reine Freizeitläufer, die weniger um Bestzeiten als vielmehr des Laufens wegen antreten, werden an anderen Veranstaltungen deutlich mehr Freude haben – und vielleicht auch den einen oder anderen Schluck Wasser an den Verpflegungspunkten ergattern können.